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Taiji gegen Stress

Gepostet von in , am 3. März 2005

Taiji gegen Stress

Das chinesische Taiji ist eine medizinisch anerkannte Bewegungslehere, die in Deutschland dem Präventionsbereich Entspannung zugeordnet wird.

Am 3. März 2005 führte die Herzwacht mit Qiuping Liu einen Taiji-Workshop durch. Obwohl Taiji auch Grundlage einer traditionellen chinesischen Selbstverteidigungskunst ist, so wird es in Europa eher als ein System, um gesundheitliches und seelisches Gleichgewicht herzustellen, begriffen und praktiziert. Bewegung und Atmung stehen dabei im Mittelpunkt.

Was ist eigentlich Taiji?

Die Bewegungsformen und Bewegungsabläufe des Taiji sind überliefert und vorgegeben. Diese werden je nach Stilrichtung in genauen Abläufen als Sequenzen wie in einer Art Choreographie zusammengefügt (vgl. Kata). Sie werden von einer imaginären Vorstellungskraft geführt und von einer ruhigen, natürlichen, gleichmäßigen und tiefen Atmung begleitet.

Das Taiji wird durch fließende, weiche und runde Bewegungen charakterisiert. Durch die ruhige, rhytmische und sanfte Art der Ausführung wird eine harmonische Ruhe und innere Kraft aufgebaut. Der ständige Wechsel der einzelnen Bewegungen ist durch Aktion und Ruhe gekennzeichnet, entsprechend den Regeln von Yin und Yang.

Das Taiji vermittelt den Übenden und den Zuschauern eine anmutige Ästhetik, welche man körperlich spüren und genießen kann. Auf den Übenden wirkt es zugleich entspannend, beruhigend, erheiternd und erfrischend. Nach Auffasssung der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) entwickelt und erhält das Taiji das Qi (die Lebenskraft) des Menschen und regt es zugleich an. Dieses Qi fließt in den Meridianen (Energieleitbahnen) welche den Körper durchziehen und diesen mit Lebensenergie versorgen. Diese Energie erhält und steigert die Funktionsfähigkeit des Körpers und fördert seine Vitalität, geistige Klarheit sowie die Konzentrationsfähigkeit. Die Gesundheitsfördernden Wirkungen des Taiji wurden in mehreren Studien wissenschaftlich nachgewiesen und belegt. Aus diesen Gründen wird Taijii häufig zum Zweck der Krankheitsvorbeugung und -behandlung sowie zur geistigen Schulung und Meditation eingesetzt. Taiji-Kurse werden von den Krankenversicherungen bezuschusst, sofern entsprechende Qualitätskriterien beim jeweiligen Anbieter vorliegen.

Vorschau

Wegen der großen Nachfrage, wird es 2010 ein Taiji- und Qigong-Seminar geben. Wir konnten bereits Wei Zhang als Referenten gewinnen.

Was ist eigentlich Qigong (Qui Gong)?

Das Spektrum an Qigong-Richtungen, Traditionen und -Formen ist sehr breit und jemand, der beispielsweise in einer Klinik Qigong kennen gelernt hat, wird vielleicht feststellen, dass in der Taijii-Schule um die Ecke unter demselben Namen etwas ganz anderes geübt wird. Neben der Vielfalt an Formen gibte es auch Unterschiede in der Intention, mit welcher geübt wird.

Das Hauptanliegen des Qigong ist die Pflege und die Arbeit mit dem Qi. Unter Qi versteht man eine Art Lebensenergie, welche in bestimmten Kanälen (Meridianen) verläuft und welche wesentlichen Anteil an der Gesundheit und dem Wohlbefinden eines Menschen hat. Qi-Arten gibt es mehrere. Das Atmungs-Qi (Da Qi), das Nahrungs-Qi (Gu Qi), das Abwehr-Qi (Wei Qi), das Nähr-Qi (Ying Qi), das Sammel-Qi (Zong Qi) und das wahre Qi (Zhen Qi).

Alle Qigong Arten können auf ihre Weise dazu beitragen die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden eines Menschen zu erhalten und zu steigern. Einen deutlich auf Heilung ausgerichteten Anspruch hat medizinisches Qigong. Spezielle Übungen werden nach vorangegangener Syndrom-Diagnose auf Grundlage der traditionellen chinsesischen Medizin (TCM) therapeutisch durchgeführt. Diese Übungen sind fester Bestandteil der chinesischen Medizin und werden sehr häufig angewendet.

Viele Qigong-Übungen haben einen mehr oder weniger meditativen Charakter und eignen sich deshalb auch sehr gut als Einstieg in andere Meditationsformen.

Fakten