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Defis haben sich an Schulen bewährt

Veröffentlicht von in am 20. März 2009

Defis haben sich an Schulen bewährt

Herzwacht stiftet ersten Defi: Leuchtturmprojekt in Saarlouis erfolgreich abgeschlossen. Robert-Schuman-Gymnasium erhält als erste Schule im Saarland einen Erste-Hilfe-Defibrillator.

Erste Schule im Saarland mit Defi ausgestattet

Mit der Übergabe eines Erste-Hilfe-Defibrillators an das Robert-Schuman-Gymnasium in Saarlouis hat die Deutsche Herzwacht ihr Engagement im Kampf gegen den plötzlichen Herztod im Saarland fortgesetzt.

Der plötzliche Herztod

In Deutschland sterben jährlich über 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. In den meisten Fällen liegt beim Betroffenen ein Kammerflimmern des Herzens vor. Nur ein elektrischer Stromstoß kann in dieser Situation zusammen mit den Maßnahmen der Wiederbelebung Leben retten. Alleine im Saarland flimmerten nach Angaben des Rettungszweckverbands Saar (jetzt Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung) im Jahre 2008 rund 1000 Herzen. Acht von zehn Betroffenen könnten das Herzversagen überleben, wenn ihnen innerhalb von drei bis fünf Minuten geholfen würde. Weil die Defibrillation die einzige wirksame Behandlung zusammen mit Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung des zu Grunde liegenden Kammerflimmerns darstellt, kommt der Anwendung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) durch trainierte Laien eine ganz besondere Rolle zu.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter des Robert Schumann Gymnasiums, Herrn Oberstudiendirektor Hans-Josef Louis, und einem Grußwort von Vertretern des Landratsamtes und des Ministeriums für Bildung, Frauen, Famile und Kultur, stellten Alexander Pfabel, Gründungsvorsitzender und Vizepräsident der Deutschen Herzwacht und Marko Schwartz, Präsident der Herzwacht, die Initiative vor. Deren Ziel ist, die bereits gut ausgebildeten Ersthelfern in Ergänzung der einfachen, aber lebensrettenden Maßnahmen der ersten Hilfe, im Umgang mit dem so genannten Laiendefibrillatoren vertraut zu machen. Das lebensrettende Gerät ergänzt dabei die notwendigen Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung sinnvoll. Anschließend zeigten Anika Uhde von der Herstellerfiema Philips, die lebensrettenden Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung inklusive Frühdefibrillation. Die Ärztliche Abteilungsleiterin der Herzwacht, Dr. med. Gudrun Winter, kommentierte die Demonstration.

Weil das Gerät auch geschulten Laien die Erste Hilfe bei einem Herzkammerflimmern ermöglicht, wurde es an einer zentralen Stelle in der Nähe des Sekretariats angebracht. Eine Einweisung für einen Teil des Lehrerkollegiums fand bereits Anfang März statt. Bereits Ende 2008 wurden alle Ersthelfer in Erster Hilfe fortgebildet. Aus Sicht der Herzwacht stellt ein AED auch einen Multiplikator für die Erste Hilfe dar. Jedoch macht ein Defibrillator grundsätzlich nur dort Sinn, wo er in einem organisierten Umfeld etabliert wird, in dem es auch eine medizinische Wahrscheinlichkeit für Herznotfälle gibt. Genau diese Voraussetzungen wurden beim Robert Schuman Gymnasium in Saarlouis erfüllt.

Der Verein wünscht sich, dass das Projekt „Schule machen wird“ und schon bald weitere geeignete Schulen dem Saarlouiser Vorbild folgen werden.

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